#1 Zu großes Risiko ? von schmiddie247 16.09.2011 06:36

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Hallo,

Ich kenne eine kleine (vielleicht auch abgelegene) private Wirtschaft. Sie haben außer der Wirtschaft Esel, Pferde, Hühner, Tauben und auch Griechische Land-Schildkröten
Für sie sind vor allem die Pferde und Tauben im Vordergrund, da die am meisten bewundert werden. d.h. die Schildkröten werden nicht so motiviert gepflegt.

Im Winter werden sie nicht extra untergebracht (sie vergraben sich draußen in einem Sandhaufen)
Meine Eigentliche Frage: Überleben sie den Winter eher "locker" oder gehen sie ein Risiko ein ?

ps. Beim Letzten Winter ist eine Schildkröte spurlos verschwunden; ich denke sie hat den Winter nicht überlebt und hat sich so tief vergraben, dass wir sie nicht mehr finden konnten

#2 RE: Zu großes Risiko ? von Flensburgerin 16.09.2011 08:02

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Also ich sehe es schon als ein sehr großes Risiko. Nicht nur, dass es wirklich sehr sehr kalt werden kann auch sehe andere gefahren. Wie z.B. Ratten usw. die die Kröten mit Leichtigkeit aus ausgraben könnten.
Haben die Leute denn überhaupt noch ernsthaftes Interesse an den Tieren?

#3 RE: Zu großes Risiko ? von Olivia 16.09.2011 23:05

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Ich sehe das genauso. Sicherlich kann sie draußen überwintern, aber das Risiko ist einfach zu groß. Wenn sie sich nicht tief genug einbuddelt, kann der Frost Schaden nehmen. Schidlkröten leiden lange. Das heißt es kann sein, dass sie ein ige Jahre lang diese Prozedur übersteht, ohne das ein Halter das bemerkt bzw. bemerken will. Irgendwann aber wacht sie dann aus der Starre nicht mehr auf.
Aber es gibt auch einige Feinde. Schildkröten sind wechselwarme Tiere, die Körperfunktionen richten sich also nach der Umgebungstemperatur. So haben Ratten, Mader und andere Nager, Vögel, Hunde usw. leichtes Spiel. Sie können die Schildkröte auf einfachste Weise verletzen und die Schildkröte hat wegen der kühlen Temperaturen keine Chance, sich zu wehren. Ein grausamer Tod, oder eine qualvolle Verletzung, die im Freien nicht so schnell erkannt wird wie beispielsweise im Kühlschrank. Ich habe schon mal von einem grausamen Fall gehört: Die gesante Gruppe Jungtiere war eines Tages quasi ausgehölt. Ratten waren Schuld daran.

Ich kenne auch eine aus der Ortschaft, die zwei Schildkröten im Freigehege mit einer unbeheizten Hundehütte hält. Sie ist stolz darauf, dass Jahr für Jahr die Schidlkröten draußen überwintern. Meine gut gemeinten Tipps ignoriert sie nach dem Motto "Ich habe es schon immer so gemacht und sie wären sicherlich nicht so alt geworden, wenn es schaden würde" Muss immer erst was passieren, bis die Halter wach gerüttelt werden?

Hast du Kontakt zu der Frau? Kannst du nicht einfach mal hingehen? Kannst ja einfach mal so nach dem Motto "ich habe Schildkröten und ich habe gehört, sie halten auch welche?" vorbei schauen. Du könntest sie ohne Vorwürfe aufklären oder ihr zum geburtstag oder was weiß ich das Buch "Fester Panzer, Weiches Herz" schenken. Leider ist es aber so, dass manche so verbohrt sind, dass alles, was man kritisiert (ganz gleich ob es gut gemeint ist oder nicht) von sich abprallen lassen. Sie sind fest von ihrer Haltung überzeugt. Aber es gibt auch solche, die wirklich das nicht wussten und dankbar über die Tipps sind.

lg

#4 RE: Zu großes Risiko ? von Flensburgerin 17.09.2011 02:36

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Zitat von Olivia
Leider ist es aber so, dass manche so verbohrt sind, dass alles, was man kritisiert (ganz gleich ob es gut gemeint ist oder nicht) von sich abprallen lassen. Sie sind fest von ihrer Haltung überzeugt.

lg



Oh ja, davon kenne ich auch viele. Zwar nicht was die Schildkrötenhaltung angeht angeht, sondern Hundehaltung. Da kann man es noch so gut meinen, noch so gut erklären, warum es so ist aber nein, die Leute bleiben stur und meinen auch noch, den Tieren geht es gut.
Wenn es um Tierhaltung im Allgemeinen geht, kann man sich zum teil richtig aufregen, weil die Leute sich VORHER einfach nie genügend informieren.

#5 RE: Zu großes Risiko ? von schmiddie247 17.09.2011 22:31

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Also von anderen Tieren sind die Schildkröten sicherlich nicht bedroht, da sie in einem ehemaligen Vogel-freigehege leben (rund um abgezäunt)

Die sind da aber ein bisschen "eigen" --> das Motto: Mach es selbs oder sag erst gar nichts.
Theoretisch könnte ich die Schildkröten über den Winter mit nach hause nehmen (hab aber leider nicht genug platz im Kühlschrank)

Die Wirtschaft ist so etwas wie ein kleiner Zoo mit Bar, der kein eintritt kostet. Außerdem hab ich guten Kontakt zu ihnen. Ich schau auch fast jeden Tag nach den Schildis.
Ich hab auch zugang in das Gehege, aber gefüttert werden sie von der Wirtschaft. d.h. sie werfen jeden Tag ein paar unkreuter in das Gehege und wechseln ab und zu das Trinkwasser; sonst machen sie nichts.

Ich finde den Schildkröten geht es gar nicht mal so Schlecht: Sie haben mehrere Halbierte Baumstämme als Unterschlupf und eine Ganze menge Brenneseln unter denen sie sich gerne Verstecken. Als Untergrund haben sie hauptsächlich Rindenmulch. Wenn es bei mir in den nächsten zwei Wochen nochmal ein bisschen Wärmer wird, dann kann ich mal ein paar Fotos vom Gehege machen.
Ich habe nur schiss vorm Winterschlaf.

... und es ist nicht eine Schildkröte es sind momentan drei. (letztes Jahr vier)

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