ich musste leider diesen Winter einen Todesfall in meiner Schildkrötengruppe feststellen. Sie war während der Starre gestorben, einfach so, ohne vorige Anzeichen. Sie war fit, agil, hat gefressen und nur wenig Gewicht verloren. Genau aus diesen unerklärlichen Gründen schickte ich sie ein, um sie zu sektieren lassen. Das erschreckende Ergebnis: Herpes-Virus-Infektion Dabei hatte ich gerade erst im Sommer das negative Herpes-Ergebnis eines Rachenabstriches.
Aber man lernt ja nie aus. Inzwischen weiß ich, dass Rachenabstriche nur bei einem aktuellen Ausbruch sicher ist. Das Virus kann jedoch ohne Ausbruch bereits in der Schildkröte sein, wäre dann aber nur über eine Blutabnahme feststellbar. Nach sechs Wochen sollte man den Test wiederholen, denn auch ein negatives Ergebnis ist kein Grund zur Freude, es kann einfach unbemerkt bleiben.
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es hochansteckend ist und nicht behandelbar. Das heißt, dass, wenn wir Pech haben, meine komplette Gruppe, also acht Schildkröten, angesteckt sein können. Sofern es ruhig schlummert ist es nicht sooo schlimm, aber ein Ausbruch hätte fatale Folgen. Ich muss also alle meine Schildkröten darauf testen lassen und ggf. alle einzeln halten.
Was ich damit sagen möchte: Achtet bitte bei jedem Neuzugang auf die eingehaltene Quarantäne. Das gilt für gekaufte Tiere genauso wie Urlaubstiere oder Fundtiere. Sie können nach außen hin total gesund sein, tragen aber unbemerkt einen tödlichen Viris mit sich herum. Daher unbedingt die Quarantäne einhalten und gründliche Checks durchführen lassen. Neben den üblichen Untersuchungen inkl. Kotprobe ist daher die Blutuntersuchung, insbesondere auf Herpes, absolut wichtig. Wiederholt den Test nach ein paar Wochen.