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Keine Tiere unter´m Weihnachtsbaum!

#1 von Olivia , 21.12.2010 06:53

Sicherlich haben die meisten von euch bereits Geschenke. Jeder hat Vorlieben und Hobbys, da findet sich schnell oder auch erst nach längerem Suchen etwas.

Leider landen auch heutzutage immer wieder Tiere -sowohl Schildkröten als auch Nager, Vögel, Hund oder Katze- unter dem Weihnachtsbaum. Der Schenkende scheint zu glauben, der Beschenkte würde sich darüber freuen, weil er den Wunsch ja bereits mehrmals geäußert habe.

Aber bitte bitte, kommt diesem Wunsch nicht nach. Ganz egal, wie sehr sich diese Person darüber freuen mag, hat es viele Vorteile, wenn man darauf verzichtet bzw. ihm alternativ einen Gutschein schenkt, am besten beim privaten Züchter.


- Der Beschenkte kann sich das Tier sowie die Farbe und weitere Merkmale selbst aussuchen

- Er kann sich noch vor Ort beraten lassen, sich die Haltung und Elterntiere ansehen

- Der Schenkende hat in vielen Fällen keine Ahnung von dem Tier. Es bringt also nichts, wenn der Beschenkte sich bereits damit auseinander setzt, jedoch der Schenkende wegen der Unerfahrenheit Fehler macht.
Schildkröten zum Beispiel sollte man niemals im Winter kaufen, also erst Recht nicht zu Weihnachten!
In eine bestehende Gruppe sollten beispielsweise eher Weibchen, und das wissen und erkennen Laien ebenfalls nicht.

- Alternativ zum Tier oder Gutschein kann man auch nützliche Literatur verschenken, damit sich der Beschenkte intensiv mit der Haltung auseinandersetzen kann

- Bei "Lebendgeschenken" ist meistens kein Gehege vorhanden. Das Tier mus also vorübergehend zwischen Möbeln umherirren und das paralell provisorisch eingerichtete Gehege dient wegen der Schnelligkeit nicht der artgerechten Haltung. So etwas braucht Zeit, und die muss man Mensch und Tier geben

- Viele Familien fahren über Weihnachten und Silvester weg. Und nun? Reisen sind geplant, doch plötzlich steht ein Tier im Haus. Wohin damit? DAS sollte sich ein Halter vor dem Kauf überlegen können und nicht der Schenkende mit soetwas ins Haus fallen.

Tiere, die verschenkt werden, landen weitaus häufiger auf der Straße oder Tierheim als Tiere, dessen Kauf vorher ausführlich durchdacht wurde!

Literatur gibt dem Beschenkten Zeit, die er braucht. Sie gibt ihm Informationen, die nötig sind und er kann selbst entscheiden, wann und ob er tierischen Familienzuwachs möchte. Familienvergrößerungen sollte man dem Halter überlassen und nicht demjenigen. der dem Kaufrausch verfallen ist. Paaren mit Kinderwunsch schenkt man -als blöden Vergleich- schließlich auch kein Adoptionskind. Denn sowohl Mensch als auch Tier bedeuten große Verantwortung für lange Zeit!


 
Olivia
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zuletzt bearbeitet 21.12.2010 | Top

   


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